Häufig gestellte Fragen (FAQ): Wärmebildtechnik beim Screening auf erhöhte Hauttemperatur

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Die Wärmebildkameras von FLIR können ein nützliches, effizientes Werkzeug sein, um Menschen auf Zeichen erhöhter Hauttemperatur zu screenen.

Leider eignet sich nicht jede Wärmebildkamera für diesen Zweck. Um verarbeitbare Daten zu erhalten, benötigt man eine ausreichende Wärmebildauflösung, Stabilität und Messgenauigkeit sowie die richtige Vorbereitung und Scan-Methode.

Die folgenden Antworten von FLIR auf häufig stellte Fragen schaffen Klarheit über die bewährten Methoden für diese kontaktlose Screening-Option.

 

F: Können FLIR-Kameras dafür verwendet werden, ein Virus wie das neuartige Coronavirus (COVID-19) zu erkennen?

A: Nein, Wärmebildkameras lassen sich nicht dafür verwenden, eine Infektion zu erkennen oder gar zu diagnostizieren. Jedoch werden Wärmebildkameras von FLIR heutzutage an öffentlichen Orten wie Flughäfen und Krankenhäusern sowie von wichtigen Dienstleistern im Bereich Herstellung und Versand als wirksames Werkzeug zum Messen der Hautoberflächentemperatur verwendet. Personen, bei denen eine erhöhte Hauttemperatur festgestellt wird, können sodann von medizinischen Fachkräften mithilfe weiterer Instrumente, wie zum Beispiel einem Fieberthermometer, untersucht werden.

 

F: Wie funktioniert Wärmebildtechnik?

A: Die Wärmebildkameras von FLIR erkennen Wärmestrahlung und können verwendet werden, um die Oberflächentemperatur von Gegenständen und Personen zu messen. Dank dieser Fähigkeit werden FLIR-Wärmebildkameras üblicherweise als berührungsloses Screening-Tool verwendet, um Unterschiede in der Hautoberflächentemperatur sowie Änderungen im Muster zu erkennen. Tatsächlich ist FLIR bei der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA, Food and Drug Administration) registriert und bietet verschiedene seiner Wärmebildprodukte an, um in Verbindung mit zusätzlichen Screening-Tools auf erhöhte Hauttemperatur zu screenen.

 

F: Wie sollte das Screening nach erhöhter Körpertemperatur ausgeführt werden?

A: Die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA, Food and Drug Administration) liefert umfassende Empfehlungen für Wärmebildkamerasysteme (Infrarot-Thermografiesysteme/Wärmebildkameras). Hier kommen mehrere Tipps, um eine optimale Messleistung mit einer Wärmebildkamera von FLIR zu erzielen:

  • Überprüfen Sie jede Personen einzeln, um nach Temperaturabweichungen zu suchen.
  • Überprüfen Sie jede Person aus einem Abstand von einem bis zwei Metern.
  • Messen Sie die Temperatur in der Nähe des Tränenkanals (am inneren Augenwinkel), da die dort herrschende Temperatur der menschlichen Körpertemperatur am nächsten kommt. Dies ist keine Messung der eigentlichen Körpertemperatur. Messwerte um die 35 °C (95 °F) sind daher normal.
  • Wenn bei einer Person eine erhöhte Hauttemperatur festgestellt wird, müssen Sie diese mit einem zum Messen der Körpertemperatur geeigneten medizinischen Instrument wie einem Fieberthermometer näher untersuchen.

 

F: Wie nahe muss man den Personen sein, um jemanden mit erhöhter Temperatur ausfindig machen zu können?

A: Um eine zuverlässige Temperaturmessung zu erzielen, wird empfohlen, dass die Kamera dem vorgesehenen Screening-Ziel so nahe wie möglich ist (unter Berücksichtigung des Mindestabstands zum Scharfstellen). Der Standort der Kamera erfordert möglicherweise ein anderes Objektiv. Zum Beispiel empfiehlt FLIR ein Teleobjektiv, wenn der Benutzer die Kamera in beträchtlicher Distanz aufstellen möchte. Daher ist die Entfernung zum Screening-Ziel eine wichtige Überlegung, ebenso wie die Schärfeneinstellung.

Es ist wichtig, dass die Kamera so eingestellt wird, dass sie während des Screenings auf alle Screening-Ziele scharf stellt und so ein gutes Bild erzeugt. Zusätzlich zur Schärfeneinstellung hängt ein gutes Bild noch von mehreren weiteren Funktionen und Einstellungen ab. Dabei wirken sich bestimmte Funktionen und Einstellungen stärker auf das Bild aus als andere. Zu den Funktionen und Einstellungen, die der Benutzer einstellen und/oder anpassen muss, gehören die Folgenden:

  • Schärfeneinstellung der Infrarotkamera
  • Einstellung des Infrarotbildes (automatisch oder manuell)
  • Auswahl eines geeigneten Temperaturbereichs
  • Auswahl einer geeigneten Farbpalette
  • Änderung der Messparameter
  • Durchführung einer Abweichungskorrektur

Beim kontaktlosen FLIR-Thermometer (siehe unten stehenden Abschnitt zu kontaktlosen Thermometern) beträgt die optimale Messdistanz 5 bis 15 cm.

 

F: Welche Produkte verkauft FLIR für das Screening auf erhöhte Körpertemperatur?

A: FLIR hat kürzlich eine neue tragbare sowie eine fest installierte Wärmebildkamera auf dem Markt eingeführt, die speziell für Screening-Anwendungen nach erhöhter Körpertemperatur konfigureirt, kalibriert und verpackt sind.  Die enuen Modelle sind bei der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel dafür registriert, Unterschiede bei der Hautoberflächentemperatur zu erkennen.

Tragbare Wärmebildkameras

FLIR E54-EST, E86-EST, T540-EST, T560-EST

Fest installierte Wärmebildkameras

FLIR A500-EST, A700-EST

Bisherige Kameras von FLIR für das Screening auf erhöhte Hauttemperatur sind weiterhin bei der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel dafür registriert, Unterschiede bei der Hautoberflächentemperatur zu erkennen.

Tragbare Wärmebildkameras

FLIR E53, E95, E85, E75, T530, T540, T620, T640, T840, T860, T1020, T1040

Fest installierte Wärmebildkameras

FLIR A320 Tempscreen, A300, A310, A315, A325, A615, A655, und A400/A700 (Konfiguration für intelligenten Sensor)

Infrarot-Thermometer

Extech IR200

 

F: Was ist der FLIR Screen-EST™ Modus?

A: Bestimmte FLIR-Wärmebildkameras sind mit dem Screen-EST™ Screening-Modus ausgestattet, der das Messen einer erhöhten Hauttemperatur vereinfacht. Dieser Modus kann einen akustischen oder visuellen Alarm auslösen, wenn die Kamera bei einem Gegenstand oder einer Person im Vergleich zu einem zuvor ermittelten, durchschnittlichen Ausgangswert eine erhöhte Temperatur feststellt. Wenn der Screening-Modus eine Person mit erhöhter Hauttemperatur erkennt, kann diese anschließend mit einem medizinischen Instrument wie einem Fieberthermometer näher untersucht werden. Dadurch bietet der Screen-EST-Modus eine schnellere und sicherere Methode, um Personen in stark frequentierten Bereichen zu überprüfen. Der Screening-Modus ist keine absolute Temperaturmessung und erfordert keinen Referenz-Schwarzkörper und keine zusätzliche Ausrüstung. Der Screen-EST-Modus erfordert kein Erfassen, Speichern Übertragen von Daten, anhand derer Personen identifiziert werden können.

Screening-Daten zeigen, dass die Hauttemperatur im Tagesverlauf bedingt durch Umgebungs- und andere Faktoren um mehrere Grad schwanken kann. Deshalb nutzt der Screen-EST-Modus Temperaturen von zehn Personen, um einen Durchschnittswert zu bestimmen, der sich während des gesamten Screening-Zeitraums regelmäßig aktualisieren lässt. Dadurch lassen sich die Auswirkungen der von Person zu Person sowie von Umgebung zu Umgebung unterschiedlichen Hauttemperatur reduzieren, und das Screening nach einer erhöhten Hauttemperatur erfolgt mit höchstmöglicher Genauigkeit. Da der Screening-Modus ist keine absolute Temperaturmessung darstellt, erfodert er keinen Referenz-Schwarzkörper und keine zusätzliche Ausrüstung.

FLIR-Kameras mit Screening-Modus sind bei Raumtemperatur äußerst stabil, wodurch sie sich für diese Art der Verwendung sehr gut eignen. Zu den Kameras mit FLIR Screen-EST-Modus gehören:

FLIR E54-EST, E86-EST, T540-EST, T560-EST, A500-EST, A700-EST

FLIR E53, E95, E85, E75, T530, T540, T620, T640, T840, T860, T1020, T1040, A320 Tempscreen.

 

F: Wie funktioniert der FLIR Screen-EST-Modus?

A: Der Screening-Modus ist bereits seit vielen Jahren verfügbar. Diese Beschreibung umfasst die Updates und Schnittstelle für die aktuellste Software.  Die neueste Version verfügt über 3 Screening-Modi; Benutzer, Taste und Automatisch.  Bei jedem Modus wird die gleiche Screening-EST-Methode angewandt.

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Bediener – Beim Aktivieren des Benutzer-Screening-Modus erscheinen auf der Kamera-Anzeige ein Messkasten und Screening-Daten, die Folgendes umfassen:

  • Durchschnittlicher Temperaturwert der Vergleichsgruppe
  • Grenztemperaturwert, bei dem ein Alarm ausgegeben wird
  • Gemessene Temperatur

Der Screening-Modus fordert den Benutzer mit dem Hinweis „P-Taste drücken“ auf, die Hauttemperaturdaten von zehn Personen an der Prüfstelle zu ermitteln, um den durchschnittlichen Ausgangswert für das anschließende Screening festzulegen. Als Nächstes legt der Benutzer eine Alarmtemperatur fest. Dafür wählt er die entsprechende Gradzahl über dem Durchschnittswert aus. In der Regel stellen die Benutzer die Alarmtemperatur so ein, dass diese 1 °C bis 2 °C über dem zuvor ermittelten durchschnittlichen Ausgangswert liegt. Dann wird jede Person einzeln untersucht und ihre gemessene Temperatur wird mit dem Grenztemperaturwert verglichen.

Während des gesamten Screening-Zeitraums fordert der Screening-Modus den Benutzer automatisch mit dem Hinweis „P-Taste drücken“ auf, zusätzliche Objekte für den durchschnittlichen Ausgangswert zu ermitteln. Dadurch kann der Screening-Modus Abweichungen im Tagesverlauf berücksichtigen. Dazu gehören Schwankungen bei der durchschnittlichen Hauttemperatur einer Person aufgrund veränderter natürlicher Umgebungsbedingungen, beispielsweise durch eine höhere Außentemperatur in den Nachmittagsstunden eines sonnigen Tags.

Taste – Beim Tasten-Screening-Modus wird die gleiche Screening-Methode angwandt wie beim Benutzer-Modus, jedoch mit Zusatzfunktionen wie:

  • Fernbedienung mit Bluetooth-fähiger Fernbedienungstaste
  • ausführliche Anzeige der durchschnittlichen Abtastrate
  • Anweisungen zur Ausrichtung des zu screenenden Person
  • Pass-/Fail-Informaitonen mit entsprechenden Anweisungen

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Während der gesamten Screening-Phase wird der Benutzer dazu aufgefordert, den Durchschnittswert der Vergleichsgruppe zu erweitern, um durch Mensch und Umgebung bedingte Veränderungen auszugleichen.

Auto – der Auto-Screening-Modus entlastet den Benutzer, da der Screening-Prozess automatisiert wird. Bei erstmaliger Aktivierung sammelt die Kamera Messungen, die zur Berechnung des Durchschnittswerts benötigt werden. 

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Nach Berechnung des Durchschnittswerts erhält die zu screenende Person in Form von Grafiken und Text Anweisungen zur korrekten Positionierung.

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Wenn die Kamera erkennt, dass sich die zu scannende Person in richtiger Position befindet, wird eine Messung durchgeführt und dem Durchschnittswert gegenübergestellt.  Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Gegenüberstellung wird eine Pass- oder Fail-Meldung oder eine Aufforderung zur erneuten Messung angezeigt.

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Die FLIR Kameralmodelle E53, E95, E85, E75, T530, T540, T620, T640, T840, T860 können mit den neuen Benutzer- und Tastenmodi kostenlos aktualisiert und gegen eine kleine Gebühr mit dem Auto-Modus aufgerüstet werden.  Die neuen FLIR Kameras E54-EST, E86-EST, T540-EST, T560-EST von FLIR sind standardmäßig mit den Screening-Modi „Benutzer“, „Taste“ und „Auto“ ausgestattet.

 

F: Wie genau sind die Wärmebildkameras?

A: FLIR-Wärmebildkameras „sehen“ bzw. erkennen Temperaturunterschiede mit Temperaturmessungen zwischen -20 °C und 2.000 °C). Die Genauigkeit eines Standardproduktes von FLIR liegt bei ±2 °C bzw. 2 % der Temperaturmessung bei 30 °C Umgebungstemperatur und gilt für alle Temperaturbereiche, die das Produkt misst, sowie für all die vielen Verwendungszwecke.

Die FLIR-Wärmebildkamera mit Screening-Modus kann eine Genauigkeit von ±0,3 °C bei empfohlener Umgebungstemperatur von 30 °C bis 45 °C erreichen.

Es ist wichtig anzumerken, dass viele Faktoren sich auf die Genauigkeit von Wärmebildkameras auswirken können, wie zum Beispiel Schärfeneinstellung, Entfernung, Emissivität des Ziels, die Umgebung und die Geschwindigkeit, mit der die Temperaturen erreicht werden.

*Die Emissivität eines Ziels ist seine Fähigkeit, Wärmestrahlung abzugeben. Zum Beispiel besitzen Keramiktassen, Kleidung und sogar die menschliche Haut eine hohe Emissivität, während polierte Materialien eine niedrige Emissivität besitzen.

 

F: Wie genau sind FLIR Wärmebildkameras im Screen-EST-Modus?

A: FLIR-Wärmebildkameras mit Screening-Modus können eine Messgenauigkeit von ±0,3 °C erzielen. Damit erfüllen Sie die Leitlinien der US-Gesundheitsbehörde FDA für Mitarbeiter in der Industrie und in der Lebens- und Arzneimittelüberwachung sowie die Vorschriften der Norm ISO/TR 13154. Eine hohe Genauigkeit lässt sich erzielen, wenn die Kamera in einer stabilen Umgebung genutzt wird, nur Menschen überprüft werden und die zum Vergleich herangezogenen Ausgangswerte während des Screenings der jeweiligen Menschengruppe immer wieder aktualisiert werden.

 

F: Brauche ich einen schwarzen Körper für ein Screening auf erhöhte Hauttemperatur?

A: Die Verwendung eines schwarzen Körpers beim Screening auf erhöhte Körpertemperaturen hat Vor- und Nachteile. Einen schwarzen Körper in das Sichtfeld der Kamera zu bringen, kann die Systemleistung bei diesem Verwendungszweck verbessern. Sie können FLIR Wärmebildkameras mit schwarzem Körper in die Einstellungen eines Screening-Systems zur Messung erhöhter Hauttemperatur integrieren. Genau das tun viele unserer Integratoren und Partner; mithilfe von FLIR Technoligien ihre eigene Software-Lösung entwickeln, die einen Referenz-Schwarzkörper nutzt.

Die neuen Smart-Sensor-Wärmebildkameras A4xx/A7xx unterstützen sofort die Verwendung eines Referenz-Schwarzkörper. Hierfür muss lediglich der schwarze Referenzkörper in der Steuerungsschnittstelle der Kamera eingeschaltet, außerdem muss der Cursor auf den Referenz-Schwarzkörpergerichtet werden. Die A4xx/A7xx Smart-Sensor-Kameras, die für das Screening auf eine erhöhte Hauttemperatur konfiguriert sind, auch mit einem Screening-Modus ausgestattet. In dieser Konfiguration benötigen sie keinen Schwarzkörper.

FLIR bietet jedoch Wärmebildkameras mit Temperatur-Screening-Modus, die nicht die Verwendung eines schwarzen Körpers erfordern. Die tragbaren Versionen dieser Produkte bieten den vollen Funktionsumfang, reduzieren mögliche Fehler auf ein Minimum und sorgen für größtmögliche Flexibilität und Mobilität. Dadurch werden im Screening-Modus die vielen potenziell unterschiedlichen Temperaturwerte im Laufe eines Tages berücksichtigt, einschließlich der Schwankungen bei der durchschnittlichen Körpertemperatur einer Person aufgrund von natürlichen Umgebungsbedingungen. Der Screening-Modus reduziert die Schwankungen bei der absoluten Genauigkeit im Laufe des Tages und berücksichtigt sogar potenzielle Schwankungen bei der absoluten Genauigkeit, die von Kamera zu Kamera auftreten können.

Die Verwendung eines Schwarzkörpers beim Screening auf Hauttemperatur kann hingegen gewisse Schwierigkeiten mit sich bringen. Da sind zunächst die Kosten und die Komplexität durch die Verwendung zusätzlicher Hardware. Die Integration eines schwarzen Körpers in ein System führt dazu, dass die Montage, der Betrieb und letztlich die Wartung des Systems komplexer werden. Solch ein Zusatz eröffnet bei der Gesamtlösung eine andere potenzielle Fehlerquelle.

Das richtige Scharfstellen auf den schwarzen Körper ist entscheidend dafür, genaue Messungen zu erzielen. Damit ein schwarzer Körper eine Wirkung hat, muss er im selben Bereich aufgestellt werden wie die Person, die gescreent wird. Ein schwarzer Körper, der deutlich näher oder weiter entfernt ist als die Person, die gescreent wird, befindet sich außerhalb des Schärfebereichs und kann daher nicht als genaue Referenzgröße dienen.

Wenn die Screening-Lösung letztlich doch die Verwendung eines schwarzen Körpers einschließt, empfiehlt FLIR die Einhaltung folgender Voraussetzungen, wie sie unter ISO/TR 13154:2017 festgelegt sind:

  • Die Kamera des screenenden Thermografen muss sowohl horizontal als auch vertikal senkrecht zum Gesicht der gescreenten Person stehen, sodass der innere Augenwinkel beider Augen gleichzeitig abgebildet werden kann.
  • Die gescreente Person und die externe Temperatur-Referenzquelle müssen sich im Verhältnis zur Kamera in der richtigen Position und Ausrichtung befinden, damit die richtige Entfernung zum Scharfstellen, die richtige Tiefenschärfe und Bilderfassung gegeben sind. Es muss sichergestellt werden, dass die gescreente Person sich in dieser richtigen Position befindet, z. B. durch einen Stuhl oder Bodenmarkierungen. Personen in Rollstühlen müssen in besonderer Weise berücksichtigt werden.
  • Der Hintergrund und, falls vorhanden, die Seitenwände, vor denen eine Person gescreent wird, müssen thermisch einheitlich sein, eine hohe Emissivität besitzen (nicht reflektierend im Infrarotbereich) und eine helle Farbe haben (visuelles Spektrum).
  • Der Benutzer muss eine Position einnehmen, von der aus er die gescreente Person und die Anzeige des screenenden Thermografen deutlich sehen kann. Der Benutzer muss möglicherweise die Position der Person etwas korrigieren. Der Benutzer muss auch so positioniert sein, dass er bei Bedarf Personen zu dem sekundären Screening-Bereich dirigieren kann.
  • Benutzer müssen daraufhin geprüft werden, ob sie in der Lage sind, die Farben der Regenbogenskala des screenenden Thermografen zu erkennen.

 

F: Müssen Personen, die Ihre Kameras nutzen, zertifiziert/ausgebildet sein, um die Bilder und Daten richtig interpretieren zu können?

A: FLIR empfiehlt, dass Benutzer von Wärmebildkameras mindestens ein Zertifikat der Stufe 1 für Wärmebildtechnik erwerben, und zwar durch zertifizierte Thermografiekurse, die z. B. das „Infrared Training Center“ (Infrarot-Schulungszentrum) anbietet. Diese stellen zwar weder eine medizinische Schulung noch ein medizinisches Zertifikat dar, doch vermitteln sie ein grundlegendes Verständnis für Thermografie. Das Infrared Training Center bietet Schulungen für Fortgeschrittene an. 

 

F: Können Sie ein paar Unternehmen, Organisationen und Flughäfen nennen, die Ihre Produkte gekauft haben?

A: Zwar dürfen wir keine Kundennamen nennen oder Informationen zu unseren aktuellen Verkäufen geben, doch wir können sagen, dass unsere Wärmebildkameras von Kunden an Einreisehäfen und Standorten mit sehr viel Verkehr in mehreren Ländern genutzt werden. Dazu gehören die USA, China, Hong Kong, Taiwan, Singapur, Südkorea, Thailand, die Philippinen und Malaysia.

 

F: Wie lange verkauft FLIR schon Wärmebildkameras und kontaktlose Thermometer für das Screening auf erhöhte Hauttemperatur?

A: FLIR hat während des SARS-Ausbruchs im Jahr 2003 einen Anstieg bei der Nutzung von Wärmebildkameras für das Screening der Hauttemperatur festgestellt.

 

F: Wie nutzen Sie kontaktlose Thermometer für das Screening auf erhöhte Hauttemperatur?

A: FLIR verkauft unter unserer Marke Extech ein kontaktloses, tragbares Infrarot-Thermometer, das IR200. Kontaktlose Thermometer werden in erster Linie in tragbarer Form genutzt, um die Stirn einer Person zu screenen. Der Benutzer hält das kontaktlose Gerät aus einer Entfernung von 5 bis 15 cm in Richtung der zu screenenden Person; das Thermometer kann Temperaturen von 32 °C bis 42,5 °C messen.

 

F: Welche Mindestspezifikationen gelten für das kontaktlose Thermometer?

A: Zu den Anforderungen für ein kontaktloses Thermometer gehören:

  • Kontaktloses Infrarot-Thermometer/Kontaktlose Waffe – Messung am menschlichen Körper
  • Produkt muss ein CE-Kennzeichen oder das Kennzeichen USFDA 510k haben
  • Produkt muss gemäß ISO 13485 oder einer gleichwertigen Norm gefertigt werden
  • Produkt muss EU-Normen, ISO 9001 oder einer gleichwertigen Norm entsprechen

Bei kontaktlosen Thermometern von FLIR alarmiert ein einstellbarer Alarm den Benutzer – entweder visuell oder akustisch –, wenn die Temperatur den programmierten Grenzwert überschreitet. Das kontaktlose Thermometer hat eine große hintergrundbeleuchtete LCD-Anzeige, um Temperaturen anzuzeigen.

Das empfohlene kontaktlose FLIR-Thermometer wurde auf eine Genauigkeit von 0,3 °C mit einer Auflösung von 0,1 °C kalibriert.

 

F: Was ist das Extech IR200 und wie lässt sie sich mit anderen Angeboten zum Screening nach erhöhter Hauttemperatur von FLIR vergleichen?

A: Das Extech IR200 ist in unserem Portfolio ein Einstiegsprodukt für das Screening nach erhöhter Hauttemperatur. Das IR200 ist ein kostengünstigeres kontakloses Messtool für Anwendungen zum Screening nach erhöhter Körpertemperatur. Doch wie andere Stirn-IR-Thermometer bietet es nicht die gleichen Vorteil wie die Wärmebildkamera-Lösungen FLIR Screen-EST. Mit eingebauter Stabilitätskontrolle, automatischer Temperaturmessung auf größeren Entfernungen ohne Eingabe durch den Benutzer und der Möglichkeit zur Gesichtsüberprüfung durch genaue Bestimmung des inneren Augenwinkels bieten die FLIR Wärmebildkameras zum Screening nach erhöhter Körpertemperatur auf diesem Gebiet sehr leistungsstarke Funktionen.

 

F: Wie genau misst das IR200?

A: Das IR200 nutzt eine berührungslose Temperaturmesstechnik auf der Basis eines Punktpyrometers und ist auf 0,3 °C genau mit einer Auflösung von 0,1 °C bei der Messung von Hauttemperaturen zwischen 32,0 °C und 42,5 °C. Weitere Informationen finden Sie unter Extech.com.

Bei richtiger Anwendung kann sie ein wirksames Hilfsmittel sein, um festzustellen, ob jemand möglicherweise eine erhöhte Temperatur hat und einer weiteren Untersuchung unterzogen werden sollte.

 

F: Wie wird das IR200 hergestellt und kalibriert?

A: Während der Produktionsinspektion wird der Objektmodus jedes IR200 mit mehreren bekannten Temperaturzielen kalibriert und dann mit einem Offset programmiert, der in den Körpermodus übersetzt wird. Die IR200-Kalibrierung kann auch vom Benutzer anhand des Benutzerhandbuchs eingestellt werden. 

 

F: Wie muss das IR200 in Systemen zum Hauttemperatur-Screening eingesetzt werden?

A: Im Gegensatz zu vielen berührungslosen IR-Thermometern, die von anderen Herstellern angeboten werden, wirbt FLIR für das IR200 nur als Hilfsmittel für die Erstuntersuchung und nicht als medizinisches Thermometer, das dem Benutzer eine genaue Messung der Körperkerntemperatur einer Person ermöglicht. Dieser Leitfaden findet sich auch auf der Website des Extech IR200, wie hier gezeigt:

Dieses Thermometer ist für das Screening von Personen oder die Überwachung einer Person auf potenziell erhöhte Hauttemperaturen vorgesehen. Es bildet keinen Ersatz für ein Fieberthermometer. Verwenden Sie immer ein Fieberthermometer, wenn hochpräzise Körpertemperaturmessungen erforderlich sind.

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